Spanien /Marokko /die EU und die Sicherheitskooperation
#21
Und jetzt wollen sie auch noch die Pipeline von Algerien nach Europa blockieren:
https://www.bladi.net/maroc-blocage-gazo...83666.html

Vor zwei Jahren hatte die Regierung noch die hohen Einnahmen gelobt, die durch dieses Projekt an "Weiterleitungsgebühr" in Marokko´s Kassen fließen.

Vor Monaten feierte man sich als großen Exporteur von grünem Wasserstoff mit einem Volumen von mehreren Milliarden Dollar:
https://fnh.ma/article/developpement-dur...-a-l-affut

Jetzt steht dieses Projekt vor dem Aus weil Marokko es einseitig kündigen möchte:
https://www.medias24.com/2021/06/03/maro...t-mort-ne/

Seitdem D. Trumph den Marokkanern die Westsahara geschenkt hat fühlen sich manche Politiker übermütig und verkrachen sich dabei rundherum mit ihren Nachbarn und Partnern!

Man sollte nicht vergessen, dass Oncle Sam einen viel schneller wieder fallen lassen kann als ihm lieb ist!

Das gab es ja in der Vergangenheit in zahlreichen afrikanischen und asiatischen Staaten.

Der marokkanischen Regierung empfehle ich dringend einige ihrer Berater auszutauschen, bevor sie das Land und seine Bewohner völlig gegen die Wand fahren!

Was von diesen derzeit getan wird, ist für die Menschen im Volk ohnehin nicht mehr nachvollziehbar.

Deswegen ist man darauf bedacht, durch einseitige Medieninformationen die Bevölkerung hinter sich zu halten.
Mit besten Grüßen,

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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#22
Hallo, 
der Aussenminister betont ja immer das es nur zwischen Spanien und Marokko eine Krise ist und Europa nichts damit zu tun hat. 
Die Drohung alleine die Gaspipeline den Hahn abzudrehen würde allerdings zwar am meisten Spanien, aber auch Portugal und Frankreich treffen. 
Somit wäre es doch gegen Europa gerichtet, zumindest sehe ich das so. 

Für Uncle Sam ist die Anerkennung eine Kleinigkeit, die Europäischen Staaten fürchten einen Krieg zwischen Marokko und Algerien. Für Uncle Sam würde das klingende Kassen bedeuten, den die Waffen und vor allem die Munition wird ja reichlich benötigt. Vor allem braucht Uncle Sam sich keine Gedanken machen ob der Krieg auf seinem Grund und Boden ausgetragen wird, Marokko ist weit weg. 

Ich fürchte eher das zu Repressalien gegen Deutsche und Spanische Staatsbürger kommen wird. Die Deutschen Staatsbürger haben es ohnehin schwerer als andere insbesondere im Hinblick auf Administratives.
MfG

Marco Wensauer
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#23
Hallo.

So oder so ähnliches ist es!

Die marokkanischen Administration läuft womöglich ins offene Messer der Amerikaner und merkt es nicht.

Leidtragende sind die Menschen Marokko´s, die ja schon vor einigen Wochen als "illegale Grenzläufer" geopfert wurden.




.
Mit besten Grüßen,

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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#24
(14.06.2021, 19:53)Thomas Friedrich schrieb: Die marokkanischen Administration läuft womöglich ins offene Messer der Amerikaner und merkt es nicht.

Leidtragende sind die Menschen Marokko´s, die ja schon vor einigen Wochen als "illegale Grenzläufer" geopfert wurden.

Hallo, 
man sollte mal Trump fragen ob es sich lohnt in Aktien der Rüstungsindustrie zu investieren. 

Diese Menschen wurden ja nicht gezwungen über die Grenze zu laufen, die haben die Gunst der Stunde genutzt und wollten aus Marokko raus in ein vermeintlich besseres Leben.
MfG

Marco Wensauer
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#25
Guten Morgen allerseits,

Trump hat doch seine mündliche Anerkennung der Marokkanität der Westsahara an eine Bedingung geknüpft: diplomatische Anerkennung des Staates Israel. Die brauchte er, um die Wählerstimmen der "Israelfreunde" in den USA (mehrheitlich jene verquasten Evangelikalen, die wohl auch jeden pseudoreligiösen Mist glauben der ihnen angeboten wird, ähnlich wie viele Musulmanen) zu bekommen. Die Anerkennung Israels durch Marokko erfolgte postwendend, Trump jedoch verlor die  Wahlen. Was nun Biden damit macht bleibt abzuwarten.

Die "Leidtragenden" in jenen Staaten, gleich ob in Afrika, Lateinamerika, Asien: es wird dringend erforderlich sein, dass diese damit anfangen, ihre "Ländersauställe" selbst in Ordnung zu bringen. Die jetzige "Lösung", Geld einsammeln um in die "reichen" Länder Europas, Nordamerikas zu "fliehen" um dort ein besseres Leben zu bekommen, wird nicht mehrlange funktionieren..

Diese Pseudolösung nähert sich vermutlich dem Ende, wie die politischen Stimmen in diesen Ländern sich gewaltig vermehren. Die sind es, aus vielerlei Gründen leid. Demnächst werden wohl die Grenzen dicht gemacht. Auch die staatlichen Hilfen werden zurückgenommen, siehe Macron und der militärische Rückzug aus den Sahelländern. Selbiges gilt für die Milliarden-schwere "Entwicklungshilfe".
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#26
Hallo, 
es wird sich bestimmt viel ändern und viele Augen sind nach Amerika gerichtet und man erwartet eine Stellungnahme vom Präsident Biden. Derzeit habe ich da noch so meine Zweifel ob da eine Stellungnahme des Präsidenten noch kommt. 
Spanien treffen die dirtschaftlichen Sanktionen mehr als hart. Ob im Gegenzug auch wirtschaftliche Sanktionen gegen Marokko verhängt werden ist ja noch offen, aber besser wird es bestimmt in nächster Zeit nicht.
MfG

Marco Wensauer
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#27
Marokko, einer der stabilsten und wichtigsten Partner der EU
barlamane.com, 17. Juni 2021

   

"Die bisherige Zusammenarbeit mit Marokko war sehr fruchtbar und ich denke, sie wird auch langfristig so bleiben. Marokko ist einer der stabilsten und wichtigsten Partner der EU, deshalb empfehle ich, die aktuellen Probleme durch einen Dialog zwischen der spanischen Regierung und Marokko zu lösen und nicht andere Staaten in ihren Konflikt zu verwickeln", sagte Zdechovský in einem Interview mit der europäischen Website EU Bulletin.

"Dies ist ein bilateraler Konflikt zwischen Spanien und Marokko, aber diese schwierige Situation kann auch negative Folgen für andere EU-Länder haben", bemerkte er.

Zdechovský, der zu den vielen Abgeordneten gehörte, die die jüngste Resolution des Europäischen Parlaments zu Marokko ablehnten, hatte die Initiative als "kontraproduktiv für die Beziehungen zwischen Marokko und Spanien" bezeichnet.

In Bezug auf die Sahara-Frage sagte der Abgeordnete, dass die EU der Entscheidung der USA folgen sollte, Marokkos volle Souveränität über das Gebiet anzuerkennen. "Meiner Meinung nach sollten die EU-Mitgliedsstaaten bald an diesem Thema arbeiten. Ich frage mich, warum wir noch nicht darüber sprechen", sagte er. "Ich denke, die Entscheidung der USA war richtig und wir sollten ihr als EU folgen, aber natürlich müssen wir zuerst eine Debatte darüber führen", argumentierte er.
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#28
Was die europ. Politiker betrifft, so sind die konservativen und rechten eher auf der Seite Marokko´s und gegen eine eigenständige Sahara mit einer linken Polisario-Regierung (das war auch der Grund warum D. Trumph Marokkos Souveranität über die Westsahara wollte) und die linken Politiker unterstützen eher einen "neuen" Staat mit einer linken Polisario-Regierung.


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Mit besten Grüßen,

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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#29
Hallo Thomas,

ganz so einfach ist das mit dem Urteil europ. Politiker nicht. Ich kenne genügend konservativ/liberale Politiker, die aus rechtlichen Gründen den jetzigen Zustand (Annexion durch Marokko) ablehnen. Sie verlangen alle einen Volksentscheid der dortigen (ursprünglichen) Bevölkerung. Von der bekannten Einstellung der Linken/Dogmatiker....schweigt des Sängers Höflichkeit.
Befragt man nun "echte" Saharaouis über die Zukunft ihrer Region, kommen da doch sehr unterschiedliche Ansichten zu Tage:
- Befürworter des jetzigen Zustands
- Anschluss nach Mauretanien
- der Nordteil zu Marokko, der Südteil nach Mauretanien (stark tribal abhängig!)
und, nicht zu vergessen:
- Verbleib als autonome Provinz bei Spanien.
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#30
Der spanische Minister für auswärtige Angelegenheiten, EU und Zusammenarbeit, José Manuel Albares, erklärte am Mittwoch, sein Land arbeite daran, eine "strategische Beziehung zu Marokko aufzubauen, die noch stärker ist als bisher".

"Was wir wollen, ist eine strategische Beziehung zu Marokko, die noch stärker ist als zuvor", sagte Albares am Rande seiner Teilnahme an der Ministertagung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gegenüber den Medien.

"Alle Signale, die wir von Marokko erhalten, sind gut und zeigen, dass wir auf dem Weg sind, eine noch engere Beziehung aufzubauen", sagte der Leiter der spanischen Diplomatie.

"Marokko ist ein großes Land und ein großer Freund Spaniens", sagte Albares.
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#31
Das sind die üblichen politischen Floseln um dem anderen Honig um den Mund zu schmieren.

Letztendlich zählen die Taten an denen man Politiker messen kann!
Mit besten Grüßen,

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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#32
Viele Bewohner der Grenznahen Stätde zu Melilla wie Beni Ansar und Nador haben ihre Arbeit durch die Grenzschliessung verloren und zu Ceuta sieht es auch nicht anders aus aber den Wirtschaftlichen Schaden den Spanien hinnehmen musste ist immens da ist es ganz normal das Spanien schnell die Wogen glätten möchte Marokko hat dabei etwas mehr Zeit letzendlich werden sie irgendwann wieder zu einander mit etwas mehr Respekt voreinander finden.
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#33
@Bilal,



Zitat:da ist es ganz normal das Spanien schnell die Wogen glätten möchte




Wie lange ist die Grenze geschlossen und wie viel Zeit hat man verstreichen lassen?



Von "schnell" kann wirklich keine Rede sein!




.
Mit besten Grüßen,

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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#34
Hallo
@Thomas

In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell!!!
Kommts dir Bekannt vor?
Wie ihr vielleicht wisst bin ich Marokkanischer Herkunft aus dem Rif bin aber in D aufgewachsen Ich hab in Marokko wohl oder übel gelernt das es dich kein Stück weiter bringt wenn du es eilig hast.
Marokko scheint es auch nicht besonders eilig dabei zu haben. Als die Grenzen auf waren kamen Täglich Geschmuggelte Waren aus Ceuta und Melilla nach Marokko rüber. Es sind dabei auch Täglich Millionen Beträge von Marokko nach Ceuta und Melilla geflossen gewiss die Marokkaner haben auch davon Profitiert. Wie lange die Grenze noch geschlossen ist kann dir vermutlich keiner sagen
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#35
Hallo Bilal,

es ging um die Aussagen eines spanischen Politikers, die ich als "die üblichen politischen Floseln" bezeichnet hatte.
Mit besten Grüßen,

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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#36
(08.10.2021, 10:10)Bilal schrieb: Ich hab in Marokko wohl oder übel gelernt das es dich kein Stück weiter bringt wenn du es eilig hast.


Hallo Bilal,

es gibt Ausnahmen. Ein paar unauffällig „rüberwandernde“ Scheine können gelegentlich Wunder bewirken.
Ich dachte bisher immer, meine Eheschließung im Frühjahr sei mit 16 Tagen schnell gewesen. Nun wurde aber kürzlich eine Ehe in Marokko innerhalb einer Woche geschlossen. Wie geht das? Man beauftragt einen Adoul (teuer!), der wiederum alle Behördengänge im Schnellverfahren (mittels besagter Scheinchen) durchziehen kann. Stellt man selbst fest, dass eine Behördenmitarbeiterin ein Dokument akribisch absucht, um irgendwelche Fehler zu finden, dann kann man das Verfahren unkompliziert zum Erfolg führen, indem...na ihr wisst schon.

Nur bei der Polizei geht das nicht. Hier hat das Zeigen des Flugtickets geholfen, dass Dokumente statt nach drei Tagen sofort zurückkamen. Also nichts gegen die marokkanische Polizei. Das war vorbildlich.
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#37
(08.10.2021, 13:06)Wolfgang schrieb: Nur bei der Polizei geht das nicht. Hier hat das Zeigen des Flugtickets geholfen, dass Dokumente statt nach drei Tagen sofort zurückkamen. Also nichts gegen die marokkanische Polizei. Das war vorbildlich.

[Bild: giphy.webp]
MfG

Marco Wensauer
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#38
   

Der 40. Bundeskongress der Sozialistischen Arbeiterpartei Spaniens, der vom 15. bis 17. Oktober in Valencia stattfand, war ein Schock für die Polisario. Der Außenminister José Manuel Albares war anwesend. Der Chef der spanischen Diplomatie setzte als Ziel seiner Interventionen die Förderung "der bilateralen strategischen Zusammenarbeit mit Marokko" und die Rolle der Koalitionsregierung als Verteidiger des "strategischen Charakters Marokkos für Spanien und Europa" auf.  Ein klares Bekenntnis, das die Polisario-Staffeln in Spanien irritierte.
 
 "Dies ist ein radikaler Wendepunkt, wenn wir die historischen Prinzipien der PSOE kennen, die jetzt offen Marokko unterstützt", verurteilte Abdalah Arabi, Vertreter der Separatisten in Spanien.  Im Rahmen der Präsentation des 40. PSOE-Kongresses wurde Marokko als „führender Partner am Südufer des Mittelmeers“ vorgestellt.
 
„Die marokkanische Gemeinschaft ist die zweitgrößte in Spanien, das spanische Konsularnetz in Marokko ist das zweitgrößte der Welt und Marokko ist mit Abstand unser wichtigster Handelspartner in Afrika. Damit einher geht eine enge und fruchtbare Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Kriminalität, Terrorismus oder der Kontrolle irregulärer Migration. Wir müssen diese Verbindungen und diese Interessen, die es ermöglichen, spezifische Schwierigkeiten zu überwinden, weiter stärken“, hieß es auf dem Kongress.
 
 „Es ist nichts Neues, das Offensichtliche zu sagen. Marokko ist im Kampf gegen den dschihadistischen Terrorismus oder in sehr sensiblen Fragen für unser Land unverzichtbar“, argumentiert er.  „Wir müssen weiterhin Dialoginitiativen verteidigen, die eine gerechte, dauerhafte und für beide Seiten akzeptable Lösung ermöglichen, im Rahmen der von den Vereinten Nationen geführten Verhandlungen, der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates und der Grundsätze der Charta der Nationen.“ verkündete die PSOE. „Keine einzige Erwähnung des Selbstbestimmungsrechts und des von Rabat angefochtenen Referendums. Im Sprachgebrauch des Kongresses könnte Autonomie eine faire Lösung sein. Das ist eine absolute Trendwende“, beklagt der Vertreter der Polisario. […].

barlanane.com/fr
 
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#39
Spanien ist bereit, eine neue Etappe in seinen Beziehungen zu Marokko einzuleiten, die auf "Vertrauen, Transparenz und Einhaltung der eingegangenen Verpflichtungen" beruht, so der spanische Außenminister José Manuel Albares in einem am Sonntag von der Zeitschrift Jeune Afrique veröffentlichten Interview.

"Wir sehen in der Tat eine Verbesserung der Rahmenbedingungen, und die Signale, die wir in den letzten Monaten aus Marokko erhalten haben, sind positiv. Auch die öffentlichen Botschaften von König Mohammed VI. sind sehr deutlich" 

"Wir sind unsererseits bereit, eine neue Etappe in unseren Beziehungen einzuleiten, die auf Vertrauen, Transparenz und der Erfüllung der eingegangenen Verpflichtungen beruht", sagte er.

"Jetzt, wo die Kommunikation wiederhergestellt ist, ist es das Wichtigste, darauf hinzuarbeiten, dass sich solche Situationen nicht wiederholen", sagte er in Bezug auf die diplomatische Krise zwischen den beiden Ländern.

"Unsere diplomatischen Beziehungen bleiben intakt, unser Botschafter ist immer noch in Rabat. Die Entscheidung, die marokkanische Botschaft in Madrid wieder in Betrieb zu nehmen, liegt nun ausschließlich in der Verantwortung der marokkanischen Behörden", betonte der spanische Minister in diesem Interview zur Rolle Spaniens in Afrika.
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#40
Algerien dreht Marokko den Gashahn zu:
https://www.elwatan.com/edition/economie...30-10-2021

Gruß
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