Fußball-Begeisterung in Marokko: CAN, WM und co.
#1
Uns erreichte eine Anfrage von einem freien Journalisten, der u.a. für die ARD-Sportschau, die Deutsche Welle und diverse Tageszeitungen arbeitet. Er ist ab November in Marokko unterwegs, um u.a. über den dann dort stattfindenden Afrika-Cup im Fußball zu berichten. Er sucht Experten, die ihm u.a. bei der Beantwortung der folgenden Hintergrund-Fragen helfen können:

Ich habe die enormen (finanziellen) Anstrengungen verfolgt, die das Land für die Entwicklung dieses Sports unternommen hat.
  • Warum passiert das?
  • Was ist das Ziel?
  • Der Hintergrund?
  • Sieht das die Bevölkerung mit Stolz?
  • Oder wären die Gelder womöglich besser auf anderen "Baustellen" untergebracht?

Vielen Dank für eure Hilfe!
Barbara & Andreas
marokko-erfahren.de
marokko-erfahren ist eine unabhängige europaweite Privatinitiative zur Förderung von Beschäftigung und Kulturerhalt.
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#2
Hallo Ihr Lieben,

die Antworten sind recht einfach:

Auf die ersten drei Fragen reicht eine Antwort:

Weil die Regierenden sich bei der Bevölkerung beliebt machen möchten und sich so gute Chancen für eine Wiederwahl erhoffen.

Vorletzte Frage: Die Bevölkerung ist Sportbegeistert und wird Siege feiern und stolz darauf sein.

Letzte Frage: Langfristig gesehen ja aber Sport begeistert die Menschen kurz- und mittelfristig.

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Mit besten Grüßen aus Errachidia

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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#3
(06.09.2025, 16:21)marokko erfahren schrieb:
  • Warum passiert das?
  • Was ist das Ziel?
  • Der Hintergrund?
  • Sieht das die Bevölkerung mit Stolz?
  • Oder wären die Gelder womöglich besser auf anderen "Baustellen" untergebracht?

Hallo, 

Für Marokko ist auf der einen Seite eine Frage des Prestige, legt man sehr viel wert darauf. es werden sich zukünftige Einnahmen für den Tourismus erhofft. Aufmerksamkeit auch für die Westsaharafrage. 
Das Ziel ist einfach erklärt, Marokko braucht Devisen. 
Der Hintergrund ist ebenso wie das warum, die Bevölkerung sieht was, bekommt was geboten. 
Die Bevölkerung ist da nicht zwingend einer Meinung, überwiegen tut aber der Stolz für ihre Leistungen. 
Gelder sind in Marokko ohnehin Mangelware, das Finanzamt dreht jetzt von Oben nach Unten jeden Stein um irgendwie an Geld zu kommen um das ganze zu finanzieren. Andere Baustellen gäbe es genügend aber wenn man so manche Planung sieht. Beispiel, Busbahnhof gebaut, fertig gestellt und 2 Wochen vor der offiziellen Einweihnung erst gemerkt das man gar nicht die nötige Verkehrsinfrastruktur hat. 5 Jahre später geht man das Problem nun an um das vielleicht zu lösen.
MfG

Marco Wensauer
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#4
Ein Auftakt mit Haltung: Marokko im Spiegel der internationalen Presse

Die Eröffnung der CAN 2025 in Rabat war kein Spektakel um des Spektakels willen. Sie markierte einen Moment kontrollierter Sichtbarkeit, in dem Organisation, kulturelle Selbstsicherheit und sportlicher Anspruch ineinandergreifen. ... Weiterlesen

[Bild: Stadion%20Prinz%20Mly%20Abdellah.%20Foto...20Oula.jpg]
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#5
Hallo,

wo / auf welchen TV-Kanälen oder auch Internetadressen laufen die Spiele??
Ich sehe im TV meist nur Wdh. bzw. die angegebenen Uhrzeiten stimmen gar nicht??
Wir haben marokk. Sender per Satellit. Gibt es einen Spielplan mit Zeiten?

Wären dankbar für Hinweise. 

Grüße,
bulbulla


Und „Frohe Weihnachten“

an all die, die es feiern!
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#6
Ich gebe in YouTube "can 2025 maroc live", dann tauchen verschiedene Seiten auf. Die eine oder andere überträgt die Spiele live. 

Es gibt scheinbar viele Apps, die alle marokkanischen Sender kostenlos übertragen, auch den Sportkanal. Habe ich bisher nicht installiert. Die YouTube Übertragung ist vollkommen ausreischend, allerding in Englisch oder Arabisch.
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#7
Ganz herzlichen Dank für den Hinweis. 

Gruß,
bulbulla
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#8
Was Marokkos Fussball über die Entwicklung des Landes verrät

https://marokko.com/kultur/kunst/was-mar...es-verraet 
https://marokko.com/kultur/kunst/was-mar...es-verraet
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#9
Hallo.

Die in den Artikeln angesprochene "langfristige Strategie" scheint wohl weiterhin darin zu bestehen, sich Dinge schön zu reden.



Hier ist Stück Realität:

https://maghreb-post.de/marokko-bildungs...ystem-ein/




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Mit besten Grüßen aus Errachidia

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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#10
Vor 68.000 Zuschauern in Atlanta setzte sich die marokkanische Nationalmannschaft mit 4:2 durch und zog damit in die Runde der letzten 32 ein. Mit sieben Punkten schloss sie die Gruppe C punktgleich mit Brasilien ab - der zweite Platz fiel wegen der Tordifferenz an die Atlas-Löwen. Wer allerdings nur auf das Endergebnis blickt, verpasst die eigentliche Geschichte dieses Abends. ... Weiterlesen.
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#11
(06.09.2025, 16:21)marokko erfahren schrieb: Uns erreichte eine Anfrage von einem freien Journalisten, der u.a. für die ARD-Sportschau, die Deutsche Welle und diverse Tageszeitungen arbeitet. Er ist ab November in Marokko unterwegs, um u.a. über den dann dort stattfindenden Afrika-Cup im Fußball zu berichten. Er sucht Experten, die ihm u.a. bei der Beantwortung der folgenden Hintergrund-Fragen helfen können:

Ich habe die enormen (finanziellen) Anstrengungen verfolgt, die das Land für die Entwicklung dieses Sports unternommen hat. Neben solchen großen Sportthemen merkt man auch, wie stark Unterhaltung und digitale Angebote inzwischen zum Alltag gehören. Einige schauen in ihrer Freizeit zum Beispiel gerne bei Betmatch slots vorbei, wenn sie zwischendurch etwas Abwechslung suchen.
  • Warum passiert das?
  • Was ist das Ziel?
  • Der Hintergrund?
  • Sieht das die Bevölkerung mit Stolz?
  • Oder wären die Gelder womöglich besser auf anderen "Baustellen" untergebracht?

Vielen Dank für eure Hilfe!

ch denke, man muss da mehrere Ebenen betrachten. Fußball hat in Marokko eine enorme gesellschaftliche Bedeutung und ist für viele Menschen ein wichtiger Teil der nationalen Identität. Die Erfolge der Nationalmannschaft haben diesen Stolz natürlich noch verstärkt.

Die Investitionen in Stadien, Infrastruktur und Nachwuchsförderung sind sicher auch mit dem Ziel verbunden, Marokko international stärker zu positionieren – nicht nur sportlich, sondern auch als Tourismus- und Wirtschaftsstandort. Große Turniere bringen Aufmerksamkeit, Besucher und internationale Kontakte.
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#12
Drama in Mexiko: Marokko bezwingt die Niederlande im Elfmeter-Krimi

   

Was für ein Fußball-Aend im Monterrey Stadium von Guadalupe! In einem hochemotionalen und hochklassigen Sechzehntelfinale der FIFA Weltmeisterschaft 2026 haben sich die „Lions of the Atlas“ aus Marokko mit 3:2 im Elfmeterschießen gegen die Niederlande durchgesetzt. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1 gestanden.

Taktisch geprägte erste Hälfte mit ersten Nadelstichen

Die Elftal übernahm in der Anfangsphase zwar die Initiative, doch die gefährlicheren Akzente setzte Marokko. Bereits nach 20 Minuten musste Hollands Keeper Bart Verbruggen sein ganzes Können aufbieten, um einen wuchtigen Kopfball von Neil El Aynaoui nach einer Ecke von Achraf Hakimi spektakulär zu parieren. Kurz vor dem Pausenpfiff verpasste Ismael Saibari eine scharfe Hereingabe nur um Haaresbreite.

Nach dem Seitenwechsel drückte Marokko weiter: Kapitän Hakimi marschierte die rechte Außenbahn entlang und traf mit einem strammen Schuss nur den Pfosten. Die Niederlande wankten, fingen sich jedoch durch strategische Wechsel von Bondscoach Ronald Koeman, der Wout Weghorst und Teun Koopmeiners in die Partie brachte.

Emotionen pur und ein Schock in der Nachspielzeit

In der 72. Minute schien das Pendel zugunsten der Europäer auszuschlagen. Nach einer perfekten Vorlage von Crysencio Summerville blieb Cody Gakpo eiskalt und schob den Ball unter Yassine Bounou hindurch zur 1:0-Führung ein. Es folgte ein Moment purer Gänsehaut: Gakpo brach auf dem Rasen in Tränen aus und wurde von der gesamten Mannschaft belagert. Der Stürmer hatte erst vor zwei Tagen den tragischen Verlust seines ungeborenen Sohnes öffentlich gemacht.

Die Niederlande wähnten sich bereits im Achtelfinale, doch Marokko gab nicht auf. In der 91. Minute schlug der eingewechselte Chemsdine Talbi eine präzise Flanke in den Strafraum. Der ebenfalls eingewechselte Verteidiger Issa Diop stieg am höchsten und wuchtete den Ball zum umjubelten 1:1-Ausgleich in die Maschen.

Bounou wird im Elfmeterschießen zum Helden

Die fällige Verlängerung bot viel Kampf, aber wenig zwingende Torchancen – die beste Gelegenheit vereitelte Verbruggen kurz vor dem Ende der 120 Minuten gegen Soufiane Rahimi.

Im anschließenden Nervenkrimi vom Punkt behielten die Marokkaner die Oberhand. Beide Teams zeigten Nerven und vergaben jeweils zwei Strafstöße. Den entscheidenden Vorteil sicherte Marokkos Torhüter-Ikone Yassine Bounou, der den Versuch von Crysencio Summerville parierte. Den Schlusspunkt setzte schließlich Ismael Saibari, der den entscheidenden Elfmeter zum 3:2-Endstand verwandelte und den marokkanischen Anhang in Ekstase versetzte.

Marokko steht damit im Achtelfinale der Weltmeisterschaft und trifft dort am Samstag, den 4. Juli, im NRG Stadium von Houston auf den Co-Gastgeber Kanada.
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