Marokko-Erfahren erneut auf Entdeckungsreise in Marokko
Hallo, vielen Dank für die interessanten Einblicke! Wo lassen sich denn in den grösseren Städten Rauchfackeln für einen runden Geburtstag bekommen? Liebe Grüsse
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Spaziergang zwischen Taroudant und Ouled Berhil

26°, leichte Brise. Ist das Raps?
Den süßlichen Duft, der alles umschwebt, kann man leider nicht im Foto einfangen.

   
Barbara & Andreas
marokko-erfahren.de
marokko-erfahren ist eine unabhängige europaweite Privatinitiative zur Förderung von Beschäftigung und Kulturerhalt.
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Spontanbesuch in Sefkount 

Auf dem Weg Richtung Taznakht, unserem Treffpunkt mit Robert aus Holland - wir sahen uns 2017 das letzte Mal – stellen wir fest, dass Agadir Sefkount, ein Ziel der Karte M12: Taznakht • Anzal • Aït Saoun • Alloughoum • Jbel Sirwa est fast unmittelbar am Weg liegt. Vor einigen Jahren standen wir vor dem knuffig aussehenden Gebäude, fanden aber leider niemanden, der uns aufschließen konnte.

   

Heute sitzt eine Frau in der Nähe vor ihrem Haus, siebt Mehl. Schnell begreift sie, warum wir da sind, eilt zum Nachbarhaus, klopft so lange bis ihr geöffnet wird und trägt unseren Wunsch vor. Kurze Zeit darauf erscheint ein junger Mann mit dem ersehnten Schlüssel und schnell stehen wir in einem sehr gepflegten Innenraum. Auf drei Etagen verteilt sind ca. 70 Kammern angeordnet, leider fehlen die Innentüren.

Der junge Mann zeigt uns Fotos von der Dacherneuerung und wir sind begeistert, dass dieses Kulturdenkmal gepflegt wird, obwohl es nicht mehr in Nutzung ist. Unseren Tipp, am Abzweig der ca. 5 km langen Piste ein Hinweisschild aufzustellen, registriert er begeistert.

Die obligatorische Einladung zum Tee erfolgt, keine unserer Ausreden zählt, so dass wir ihn zu seinem Haus begleiten und mit einem Freund von ihm im Salon Platz nehmen.
Safrantee, Datteln und Kekse stehen kurze Zeit später auf dem Tisch, sogar seine Mutter gesellt sich zu uns - eine seltene Situation - die Katze folgt. Beide Jungs studieren begeistert die Landkarte M 12, suchen den Speicher und ihr Dorf. Dann beginnen sie mit dem akribischen Studium des gesamten Blattes und weisen an drei Stellen auf uns unbekannte Speicher hin. Ihre Freude ist riesig, als sie merken, wie dankbar wir ihre Tipps übernehmen. Auch die Mutter beteiligt sich an der Diskussion und wirft einen Blick auf die Textseite.

   

Nach angemessener Zeit verabschieden wir uns, fahren weiter und Andreas kann mich nur mit Mühe bremsen, die unbekannten Speicher gleich aufzusuchen...
Barbara & Andreas
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Unser neues Expeditionsfahrzeug

   
auf einer neuen Passstraße durch den Jbel Sarhro
Barbara & Andreas
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Möge Allah Euch den Weg bereiten!    



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Mit besten Grüßen aus Errachidia

Thomas



In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
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easyJet - Flug annulliert – Umbuchung

   

Am 26.03.2026 erhielten wir per Mail die Information, dass unser Rückflug annulliert ist. Es klang ganz entspannt: einloggen, einen anderen Flug aussuchen oder Rückerstattung des Buchungswertes.

Wir entschieden uns für eine Umbuchung und gingen vor wie in der Mail beschrieben, sollten auf unserer Buchungsseite unter „Störungen“ Optionen angezeigt bekommen.
Es gab keine Optionen, keinerlei Angebote. Eine intensive Suche im Menü blieb gleichermaßen erfolglos, wie der Versuch über andere Browser wie Google und Bing.
Wir suchten nach Kontaktmöglichkeiten, fanden recht versteckt die Möglichkeit, u.a. eine Beschwerde einzulegen.
Dort gaben wir unseren Umbuchungswunsch bekannt, erhielten eine standardisierte Empfangsbestätigung mit der Information, dass innerhalb von 14 Tagen geantwortet werden würde.

Die Rückfrage vom 01.04., ob wir wirklich umbuchen wollten bestätigten wir sofort. Zugesagt war dort eine „umgehende“ Buchungsbestätigung per Mail. Erinnerungen unsererseits in der Folgezeit blieben ohne nennenswerte Reaktion.
Als diese Zusage auch 14 Tage später noch nicht eingetroffen war, versuchten wir am 15.04.2026, die Umbuchung über die Chat-Funktion zu realisieren.
Das war die Lösung!
Die dort zugesagte Bestätigungsmail ist zwar ebenfalls nicht eingetroffen aber wir sehen jetzt den Flug auf unserer Buchungsseite.

Fazit:
Zu Corona-Zeiten hatten wir bereits schlechte Erfahrungen mit easyJet. Über die Annullierung unseres Fluges erfuhren wir damals per Zufall, die zugesagte Info-Mail ist bis heute nicht eingetroffen.
Der „SERVICE“ von easyJet ist auch heute quasi nicht vorhanden.
Schade, dass es kaum Alternativen gibt!

Für alle, die in der gleichen Situation sind wie wir waren, hier einige hoffentlich hilfreiche Daten:

·        Chat-Funktion täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr: https://www.easyjet.com/de/hilfezentrum/...ktiere-uns, dann auf den Button „Chatte mit uns“ klicken
·        Kontaktformular: https://www.easyjet.com/de/hilfezentrum/...ktformular
·        Kundenservice Telefon: +49 (0) 30 726297510
·        Mail: kunden.beratung@easyjet.com
·        Mail: customer.service@easyjet.com

Viel Glück !
Barbara & Andreas
marokko-erfahren.de
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Ikelane

Kaum in Tinghir angekommen, informiert uns Roger Mimo vom Hotel Tombouctou, dass in der Nacht vom 28. zum 29. März ein Feuer die Nebenräume der 2007 mit seinen privaten Mitteln restaurierten Moschee Ikelane bei Tinghir zerstört hat.

Es lässt uns keine Ruhe und so warten wir am nächsten Morgen, bis Roger alle Gäste verabschiedet hat, um mit ihm gemeinsam nach Ikelane zu fahren.

Von außen ist erst einmal nichts erkennbar. Addi, der Wärter empfängt uns freundlich, aber spürbar aufgewühlt. In gewohnter Art erklärt er uns in der Moschee alles, ist auch nicht davon abzubringen, als wir ihm berichten dass wir vor zwei Jahren bereits zu einem Besuch dort waren.

Dann geht es in die Nebenräume und da ist nichts mehr, wie es einst war. Im ehemaligen Waschsaal ist die Decke eingebrochen, Wände sind voller Ruß, Decke und Seitenwände des ehemaligen Holzlagers sind zerstört, wertvolle Utensilien fielen dem Brand zum Opfer.

Feuerwehr und Polizei waren vor Ort, haben ihre Arbeit dort erledigt. Noch gibt keine Ergebnisse. Wir als Laien machen uns daher unsere eigenen Gedanken. An der nachts verschlossenen Tür zur Moschee sind keine Einbruchsspuren zu finden, so dass davon auszugehen ist, dass der Brand von außen gelegt sein muss. Ein öffentlicher Durchgang führt an der Moschee entlang, überdacht von den Räumlichkeiten des Komplexes. Hier sind an mehreren Stellen Brandspuren erkennbar, die vermutlich dafür sorgten, dass die Deckenbalken des Holzlagers Feuer fingen. Als diese einbrachen, fand das Feuer genug Nahrung, um auf die Nebengebäude überzugreifen.

Größeren Schaden verhinderte Addi, der gegen 8 Uhr morgens eintraf und sofort mit Löscharbeiten begann. Nach Aussage von Roger wäre ein Wiederaufbau möglich, hätte aber erst Sinn, wenn Ursache bzw. Verursacher der Brandstiftung bekannt wären.

Von mehreren Seiten ist die - noch unbestätigte - Aussage zu hören, dass es möglicherweise Extremisten missfällt, dass Ungläubige eine Moschee besuchen. In den Tagen vor dem Brand wurden bereits die restaurierten Sitzbänke im öffentlichen Durchgang mutwillig zerstört.

Es bleibt zu hoffen, dass die Polizeiarbeit zügig zur Ergreifung des oder der Täter führt, damit  das schöne Kulturdenkmal bei Tinghir bald wieder in voller Pracht von interessierten Touristen besucht werden kann. Zur Zeit lässt Addi aus Sicherheitsgründen immer nur maximal zwei Personen zur Besichtigung hinein.

So sah der Waschraum vor dem Brand aus:

   
Barbara & Andreas
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Ein großes Haus 

In der Oase Ferka bei Tinjedad ist eine Familie, die ein Haus hat. Ein großes Haus. Selbst wohnen sie im Erdgeschoss - die Eltern mit ihren zwei Söhnen, beide Anfang 30.
Einer der Söhne hat die Spontanidee,"business" zu betreiben. Kurzerhand entscheidet er, die erste Etage als Unterkunft zu gestalten. Die Dachterrasse ist bereits belegt, hier bäckt die Mutter oft Brot, außerdem wohnen in einem Verschlag fünf Schafe.

In der ersten Etage bieten fünf Zimmer, ein großer Flur mit Waschbecken in einer Ecke sowie eine Toilette nebst Duschgelegenheit ausreichend Platz.... Der Businessmann kauft ein, was ein Tourist aus seiner Sicht "braucht". 12 Betten mit herrlich bequemen großen Matratzen, kleine Nachttische, pro Zimmer ein Schrank, ein Tisch und zwei Stühle.
Der Flur wird bestückt mit fünf großen Tischen, je 5 Sesseln und - ganz wichtig - einem ca. 100x200 cm großen Monitor für den Fernsehgenuß.

Offensichtlich sind wir die ersten Gäste, erhalten ein großes Zimmer mit drei Fenstern. Von Betten und Nachtschränken schälen wir die Plastikverpackung, Handtücher liegen in der Originalverpackung bereit (müssen neue Handtücher gewaschen werden???).

Auf unsere Bitte, die Betten vorzubereiten, erhalten wir einen ratlosen Blick. Immerhin liegt auf jeder Matratze eine Kuscheldecke, eine weitere ruht gefaltet am Fußende. "Wir schlafen so", bekommen wir zur Antwort. Dann werde ich in ein weiteres Zimmer geführt, in einer großen Kiste zeigt er mir weitere Kuscheldecken, vermutlich in der Annahme, mir würde die Farbe der Decken auf den Betten nicht gefallen... Der Computer hilft uns bei der Übersetzung der Begriffe Bettlaken und Bettbezug. Die Augen des Betreibers leuchten auf, er bittet um etwas Geduld und kehrt nach einiger Zeit mit einem (!) Bettlaken zurück. Nun sind wir an der Reihe, verständnislos zu schauen und erklären ihm, das sei zu wenig für zwei Betten. Wieder verschwindet er und überreicht uns strahlend ein zweites Laken. Wir geben auf, Andreas holt einen unserer Baumwoll-Schlafsäcke (früher: Jugendherbergsschlafsack) aus dem Auto, steigt hinein, ich rolle mich zwischen die Laken. Das angebotene Stoffstück (eins!) zum Zuhängen der drei Fenster lehnen wir ab, Nachbarn, die ins Zimmer schauen könnten, gibt es nicht.

Das Duschen gerät zur Herausforderung: der Durchlauferhitzer sorgt für kochend heißes Wasser, versucht man zu regulieren wird es kalt. Die Kunst besteht darin die kurzen Zwischenphasen zum Duschen zu nutzen...

Die Nacht ist angenehm ruhig, das Frühstück am nächsten Morgen reichhaltig und lecker. Das es deutlich später kommt, als die am Abend zuvor erfragte Wunschzeit, irritiert uns wenig, früh haben wir keine Eile. 

Nach einem erlebnisreichen Tag kehren wir zurück und staunen bei der Ankunft im Flur nicht schlecht. Offensichtlich wurden in unserer Abwesenheit die in anderen "Gästezimmern" gestapelten Pakete ausgepackt. Da steht eine Nespressomaschine, daneben die Kaffeemühle (zum Mahlen der Kapseln?) und eine Saftpresse. In der Tür eines Zimmers steht ein Bügelbrett zwischen Pappkartons. Auf einem Tisch stapeln sich unzählige Handtücher in der "sicheren" Plastikverpackung.
Wir lassen uns im Chaos nieder, bekommen einen Tee serviert und gehen nach der Computerarbeit schlafen. Erst am nächsten Abend verschwinden einige Kartons, um Türen schließen zu können...

Auch wenn wir nett aufgenommen wurden, sind wir nach vier Nächten mehr als froh, weiterzureisen. Nach einer Google-Bewertung gefragt, lehnen wir ab, möchten dem Jungen nicht gleich sein "business" im Keim ersticken. Von einem gewissen Standard, den man in einer Unterkunft erwartet, ist er sicher noch weit entfernt. Da wir aber das Gefühl hatten, er sei sich seiner Sache sehr sicher, wollten wir ihm die Illusion nicht durch eine kritische Bewertung zerstören.
Barbara & Andreas
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